Bürgermeisterkandiat Michael Kolodzig

Bürgermeisterkandiat Michael Kolodzig

Am Donnerstag, 24. Juli 2025, nahm sich Bürgermeisterkandidat Michael Kolodzig Zeit, um sich über die Arbeit des Bürgerbus Kreuztal zu informieren. Er begann seinen Besuch mit einer Mitfahrt im Bürgerbus und erlebte eine komplette Runde als Fahrgast. Dabei lernte er nicht nur den Streckenverlauf durch die Kreuztaler Ortsteile kennen, sondern kam auch mit Fahrgästen ins Gespräch, die ihm von ihren alltäglichen Wegen und den Vorteilen des Bürgerbusses berichteten. Besonders hob Kolodzig hervor, wie wichtig dieses Angebot für ältere Menschen, mobilitätseingeschränkte Fahrgäste und Bürgerinnen und Bürger ohne eigenes Auto ist. Im Anschluss traf sich Kolodzig im Eiscafé Ajeti auf dem Kreuztaler Marktplatz mit ehrenamtlichen Fahrerinnen und Fahrern des Bürgerbusvereins. Bei Kaffee und Eis informierte er sich über die Organisation des Fahrbetriebs, die Herausforderungen im Alltag und die Wünsche der Ehrenamtlichen an die Stadt. Vereinsvertreter schilderten ihm, wie aufwendig der tägliche Betrieb ist und dass ohne den ehrenamtlichen Einsatz von aktuell 22 Fahrerinnen und Fahrern kein Bürgerbusangebot möglich wäre. Mit rund 230 Einsatztagen pro Jahr und einer täglichen Einsatzzeit von etwa zehn Stunden leistet der Bürgerbus Kreuztal einen wichtigen Beitrag zur örtlichen Nahmobilität. Kolodzig zeigte sich beeindruckt von der 26-jährigen Erfolgsgeschichte des Bürgerbus Kreuztal und lobte das Engagement der Ehrenamtlichen, die seit vielen Jahren zuverlässig dafür sorgen, dass Bürgerinnen und Bürger aus allen Stadtteilen sicher und unkompliziert ihre Ziele erreichen. Er betonte, dass der Bürgerbus Kreuztal ein Beispiel dafür sei, wie bürgerschaftliches Engagement die Lebensqualität in einer Stadt verbessern kann. Gleichzeitig sagte er zu, sich im Rahmen der Kommunalpolitik dafür einzusetzen, dass die Arbeit des Bürgerbusvereins weiterhin unterstützt wird – sei es durch organisatorische Hilfen, Öffentlichkeitsarbeit oder die Sicherung der finanziellen Rahmenbedingungen. Für den Bürgerbus Kreuztal ist der Austausch mit politischen Entscheidungsträgern von großer Bedeutung. „Nur wenn Politik und Verwaltung wissen, vor welchen praktischen Herausforderungen wir stehen, können gemeinsam Lösungen gefunden werden“, betonten die anwesenden Fahrerinnen und Fahrer. Das Treffen mit Michael Kolodzig wurde daher als wichtiges Signal gewertet, dass die Arbeit des Vereins auch in Zukunft als unverzichtbarer Bestandteil des Kreuztaler Nahverkehrs wahrgenommen wird.

BBK-Sommerfest 2025

Bürgerbus Kreuztal – Sommerfest 2025

Das diesjährige Sommerfest des Bürgerbus Kreuztal fand 2025 im Hotel Merijes in Kreuztal-Kredenbach statt und bot den rund 20 anwesenden Vereinsmitgliedern eine willkommene Gelegenheit zum Austausch und zur Würdigung des ehrenamtlichen Engagements. Die Veranstaltung war als Dankeschön für den unermüdlichen Einsatz der Fahrerinnen und Fahrer organisiert worden, die das ganze Jahr über den zuverlässigen Betrieb des Bürgerbusses gewährleisten. Am Nachmittag begann das Fest in geselliger Atmosphäre mit Kaffee und einer reichhaltigen Auswahl an Kuchen. Dabei nutzten die Mitglieder die Möglichkeit, sich über die Erlebnisse des vergangenen Jahres auszutauschen, besondere Fahrgasterlebnisse zu schildern und Anregungen für den täglichen Betrieb zu besprechen. Viele berichteten von persönlichen Begegnungen mit Fahrgästen, die den Bürgerbus schätzen und häufig dankbar sind für dieses besondere Mobilitätsangebot. Am Abend stand ein gemeinsames Essen im Mittelpunkt, das in entspannter Runde stattfand und viel Gelegenheit zu Gesprächen bot. Vorsitzender Achim Walder nutzte die Gelegenheit, allen Fahrerinnen und Fahrern für ihren unermüdlichen Einsatz zu danken. Mit aktuell 22 ehrenamtlichen Fahrerinnen und Fahrern, die an rund 230 Einsatztagen pro Jahr täglich etwa zehn Stunden im Einsatz sind, ist der Bürgerbus Kreuztal ein unverzichtbarer Bestandteil der Nahmobilität in der Stadt. Walder betonte, dass dieses Angebot ohne das freiwillige Engagement nicht denkbar wäre und ein wichtiges Zeichen für gelebtes bürgerschaftliches Miteinander setze. Das Sommerfest machte erneut deutlich, wie sehr der Zusammenhalt und die gegenseitige Unterstützung im Verein zum Gelingen des Projekts beitragen. In persönlichen Gesprächen wurden nicht nur organisatorische Themen angesprochen, sondern auch Ideen für zukünftige Verbesserungen gesammelt. Der gesellige Abend endete in fröhlicher Stimmung und bestärkte alle Anwesenden darin, auch weiterhin mit großem Engagement für den Bürgerbus Kreuztal aktiv zu sein.

Bürgerbusse profitieren von mehr Flexibilität

Bus-Nahverkehrsplan 2025+ beschlossen – Bürgerbusse profitieren von mehr Flexibilität und neuer rechtlicher Grundlage

Der Kreis Siegen-Wittgenstein hat einen zukunftsweisenden Schritt im Bereich der öffentlichen Mobilität getan: Der neue Nahverkehrsplan (NVP) 2025+ wurde beschlossen – mit besonderem Augenmerk auf die Integration und Stärkung der Bürgerbusse im ländlichen Raum. Damit reagiert der Kreis auf die tiefgreifenden Veränderungen in der Alltagsmobilität vieler Menschen, insbesondere älterer und in ihrer Mobilität eingeschränkter Bürgerinnen und Bürger.
Die Anforderungen an den Bürgerbusverkehr haben sich in den vergangenen 26 Jahren spürbar gewandelt. Während früher vor allem die Erreichbarkeit kleinerer Läden, Bäcker oder Apotheken in den Ortsteilen im Mittelpunkt stand, konzentriert sich der Bedarf heute zunehmend auf zentrale Versorgungsbereiche in der Kreuztaler Innenstadt. Viele wohnortnahe Einkaufsmöglichkeiten sind in den vergangenen Jahrzehnten verschwunden. Die medizinische Versorgung ist ebenfalls stärker auf zentrale Standorte konzentriert worden.
„Deshalb war es unser Ziel, auch die Wohngebiete besser anzubinden, die bislang außerhalb des bestehenden Liniennetzes lagen“, erklärt Achim Walder, seit 27 Jahren Vorsitzender des Bürgerbus Kreuztal. Gerade für Menschen mit eingeschränkter Mobilität bedeute ein weiter Weg zur Haltestelle – oft bergauf oder über unbefestigte Wege – eine erhebliche Hürde. Hier bringe der neue Nahverkehrsplan nun konkrete Verbesserungen.
Der NVP 2025+ enthält erstmals eine speziell auf den Bürgerbusbetrieb zugeschnittene rechtliche Formulierung. Damit wird eine langjährige Forderung aus der Praxis umgesetzt: Die Bürgerbusse erhalten mehr Flexibilität, um Streckenverläufe und Haltepunkte besser an die tatsächlichen Bedürfnisse der Bevölkerung anzupassen. Dies betrifft vor allem Wohnbereiche, in denen bislang keine regulären Haltestellen eingerichtet werden konnten.
Die Umsetzung erfolgt in enger Zusammenarbeit mit den Verkehrsbetrieben Westfalen Süd (VWS), dem Zweckverband Personennahverkehr Westfalen-Süd, der Bezirksregierung Arnsberg sowie dem Landrat des Kreises Siegen-Wittgenstein, Andreas Müller. Müller kennt den Bürgerbus Kreuztal nicht nur aus politischen Gesprächen – er hat sogar selbst schon am Steuer des Kleinbusses gesessen und die Strecke über den Kreuztaler Marktplatz gefahren. Diese enge Verbindung und das praktische Verständnis auf Verwaltungsebene haben maßgeblich dazu beigetragen, dass die Bedürfnisse der ehrenamtlichen Fahrerinnen und Fahrer, aber vor allem der Fahrgäste, nun systematisch berücksichtigt werden.
„Das ist ein großer Schritt für den langfristigen Erhalt und die Weiterentwicklung der Bürgerbusse in unserer Region“, so Achim Walder. Die Bürgerbusse seien längst ein unverzichtbarer Bestandteil des öffentlichen Nahverkehrs, vor allem in Gebieten, in denen reguläre Buslinien wirtschaftlich nicht tragfähig sind. Die Kombination aus ehrenamtlichem Engagement, niedrigschwelligem Zugang und individueller Nähe mache den Bürgerbus zu einem Erfolgsmodell – auch weit über die Grenzen von Kreuztal hinaus.
Ein besonderes Augenmerk liegt auch auf der künftigen Koexistenz mit digitalen Verkehrsangeboten. Ab 2029 sollen in der Region erste On-Demand-Taxis den Betrieb aufnehmen. Der neue Nahverkehrsplan ermöglicht es, Bürgerbus und On-Demand-Systeme parallel und ergänzend zu betreiben. Damit wird deutlich: Der Nahverkehr in Siegen-Wittgenstein denkt Zukunft nicht gegen, sondern mit dem Bürgerbus.
Schon jetzt zeigt sich die positive Entwicklung: Die letzte Fahrplanänderung im April brachte dem Bürgerbus Kreuztal einen Fahrgastzuwachs von rund zehn Prozent. Das Ehrenamt hinter dem Steuer wird gut angenommen, dennoch bleiben Herausforderungen: Viele Haltestellen sind für mobilitätseingeschränkte Personen nur schwer zu erreichen. Für Menschen mit Rollator oder gesundheitlichen Einschränkungen sind steile Wege oder unbefestigte Zugänge eine reale Barriere. „Diese Fahrgäste warten oft seit Jahren auf eine bessere Anbindung an erreichbare Haltepunkte“, betont Walder. Genau hier soll der neue Plan ansetzen – mit pragmatischen Lösungen und einem offenen Ohr für die konkrete Lebensrealität der Menschen vor Ort.
Mit dem NVP 2025+ zeigt der Kreis Siegen-Wittgenstein, dass moderne Verkehrsplanung mehr sein kann als Liniennetz und Fahrplan – nämlich ein Instrument, um soziale Teilhabe, Daseinsvorsorge und ehrenamtliches Engagement wirksam zu unterstützen.