Bürgerbus Kreuztal e.V.: Bürger fahren für Bürger

Kurzmitteilung

Bürgerbus Kreuztal e.V.: Bürger fahren für Bürger

  • Seit 1998 betreibt der BBK-Verein in der Stadt Kreuztal einen öffentlichen Busverkehr durch die Wohngebiete. Rund 22 engagierte Mitglieder setzen sich ehrenamtlich in ihrer Freizeit (etwa 3000 Stunden pro Jahr) für den Bürgerbus ein und bringen überwiegend ältere BürgerInnen von zu Hause ins Stadtzentrum und zurück. Jährlich verzeichnen wir mehr als 8000 Fahrgäste. Mit 130 Haltestellen in Kreuztal legen wir täglich bis zu 250 Kilometer als Rufbus zurück. Weitere Informationen finden Sie unter Fahrplan/Preise.
  • Neben dieser öffentlichen Aufgabe pflegen wir auch ein aktives Vereinsleben. Informationen dazu finden Sie hier.
  • Wir freuen uns jederzeit über neue Fahrerinnen und Fahrer!
    Bei Interesse erreichen Sie uns unter Tel. +49(0)2732-12741.

BBK Verabschiedung von Dieter Julius

10 Jahre Bürgerbus Fahrer in Kreuztal !

Nach zehn Jahren beendet Dieter Julius seinen aktiven Fahrereinsatz beim Bürgerbus Kreuztal. In dieser Zeit war er für viele Kreuztalerinnen und Kreuztaler ein verlässlicher Ansprechpartner und ein vertrautes Gesicht auf den Fahrten, insbesondere auf den Wegen von zu Hause zum Marktplatz.

„Es hat mir immer Spaß gemacht, Kreuztaler Bürger von zu Hause zum Marktplatz zu fahren, Neuigkeiten auszutauschen und einfach im Gespräch zu bleiben“, fasst er seine Motivation zusammen. Besonders in Erinnerung geblieben ist ihm ein Erlebnis, bei dem eine Fahrgastin ihr Portemonnaie im Bus vergessen hatte, den Bürgerbus kurzerhand mit dem Fahrrad einholte und ihr Eigentum dank seiner Aufmerksamkeit wieder in Empfang nehmen konnte. Anschließend brachte Dieter Julius sie samt Fahrrad sicher wieder nach Hause – ein Beispiel für das Engagement und die Menschlichkeit, die den Bürgerbus prägen. Da seine Fahrerlaubnis nun abgelaufen ist, beendet er mit 75 Jahren den aktiven Fahrdienst. Dem Bürgerbus Kreuztal bleibt er jedoch weiterhin eng verbunden: Künftig wird er sich im Vorstand engagieren und sich mit Nachdruck dafür einsetzen, neue Fahrerinnen und Fahrer für den Bürgerbus zu gewinnen.
Wenn SIe Bürgerbusfahrer werden wollen, rufen Sie an Tel. 02732-12741

BBK – On-Demand-Verkehr

Der Bürgerbus Kreuztal wird noch fahrgastfreundlicher und zukunftsfähiger. Ab dem 5. Januar 2026 stellt der Bürgerbus seinen bisherigen Linienverkehr vollständig auf On-Demand-Verkehr um. Damit ist der Bürgerbus Kreuztal der erste Bürgerbus in der Region Südwestfalen, der dieses System konsequent und vollständig umsetzt.
Der Bürgerbus Kreuztal blickt auf eine 28-jährige Geschichte zurück. Er wurde als 27. Bürgerbus in Nordrhein-Westfalen gegründet – mit dem klaren Ziel, insbesondere Bürgerinnen und Bürger in den Wohngebieten wohnortnah abzuholen und mobil zu halten. Dieses ursprüngliche Leitbild kann nun erstmals umfassend umgesetzt werden. Möglich wird dies durch eine Änderung im Personenbeförderungsgesetz, die bedarfsgerechte Verkehrsformen im öffentlichen Busverkehr erlaubt.
„Wir kehren damit zu unserer ursprünglichen Idee zurück: Mobilität dort anzubieten, wo die Menschen wohnen“, erklärt Achim Walder, der den Bürgerbus Kreuztal seit 28 Jahren als Vorsitzender begleitet. „Das On-Demand-System gibt uns endlich die Möglichkeit, dieses Ziel auch rechtlich sauber und praktisch umzusetzen.“
Achim Walder bringt dabei langjährige Erfahrung aus der Bürgerbusarbeit mit: Er war zudem Vorsitzender der Bürgerbusvereine in Bad Laasphe, Wenden und Netphen und gilt als einer der profiliertesten Kenner des Bürgerbuswesens in der Region.
Bisher bediente der Bürgerbus Kreuztal rund 140 feste Haltestellen mit H-Schild. Künftig kommen 29 zusätzliche virtuelle, haustürnahe BBK-Haltestellen hinzu. Fahrgäste können den Bürgerbus bis zu viermal täglich gezielt zu einer dieser Haltestellen bestellen und dort ein- und aussteigen. Das ist insbesondere für mobilitätseingeschränkte Menschen eine große Erleichterung. Fast die Hälfte der Fahrgäste ist in ihrer Mobilität eingeschränkt, viele sind mit Rollator unterwegs.
„Gerade für ältere Menschen oder Fahrgäste mit Rollator machen wenige hundert Meter einen enormen Unterschied“, so Walder. „Mit den virtuellen Haltestellen wird der Bürgerbus deutlich alltagstauglicher.“
Der On-Demand-Bürgerbus ist keine Konkurrenz zum Taxi. Das Angebot ist bewusst klar begrenzt: Die BBK-Haltestellen werden werktags zwischen 8 und 18 Uhr und maximal viermal täglich angefahren. Zudem sind Fahrten ausschließlich zwischen einer BBK-Haltestelle und dem Marktplatz in Kreuztal möglich – hin und zurück. Individuelle Direktfahrten oder frei wählbare Ziele, wie sie der Taxiverkehr anbietet, sind nicht vorgesehen.
„Wir ergänzen den bestehenden Verkehr, wir ersetzen ihn nicht“, betont Walder. „Der Bürgerbus ist ein soziales Angebot und kein gewerblicher Fahrdienst.“
Um unnötige Leerfahrten zu vermeiden, wurde eine zentrale Buchungstelefonnummer (02732 – 8983999) eingerichtet. Dort nehmen Mitglieder des Bürgerbus Kreuztal die Fahrtbestellungen persönlich entgegen. Die Fahrten werden in Echtzeit auf ein Tablet im Bürgerbus übermittelt. Im Vergleich zum früheren Linienverkehr werden dadurch mehr als 60 Prozent der gefahrenen Kilometer eingespart.
„Früher sind wir alle Haltestellen abgefahren – auch wenn niemand da war“, berichtet ein ehrenamtlicher Fahrer. „Jetzt fahren wir nur noch dann, wenn wir wirklich gebraucht werden.“
Die Umsetzung des Bürgerbus-Systems in Kreuztal war und ist nur durch eine enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit möglich. Der Bürgerbus Kreuztal bedankt sich ausdrücklich beim Verkehrsunternehmen Westfalen-Süd, bei den politisch Verantwortlichen vor Ort sowie bei der Bezirksregierung Arnsberg, die die Umstellung konstruktiv begleitet und unterstützt haben.
Getragen wird das Angebot von einem starken ehrenamtlichen Engagement. In Kreuztal sind derzeit 20 Fahrerinnen und Fahrer im Einsatz, die täglich bis zu zehn Stunden ehrenamtlich unterwegs sind. Allein im Jahr 2025 wurden rund 6.500 gebuchte Fahrten durchgeführt und etwa 2.500 Einsatzstunden geleistet – bei Wind, Regen und Schnee.
Die neue Betriebsform wird auch über die Stadtgrenzen hinaus aufmerksam verfolgt. In der Region Siegen-Wittgenstein und im Kreis Olpe beobachten andere Bürgerbusvereine die Auswirkungen des On-Demand-Verkehrs sehr genau. Wilnsdorf plant bereits, das System zeitnah ebenfalls einzuführen.
Gleichzeitig wirbt der Bürgerbus Kreuztal um neue ehrenamtliche Fahrerinnen und Fahrer.
„Auch wir kommen in die Jahre“, sagt Walder. „Damit der Bürgerbus auch in Zukunft fahren kann, brauchen wir dringend jüngere Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren möchten.“
Mit der vollständigen Umstellung auf On-Demand-Verkehr verbindet der Bürgerbus Kreuztal bürgernahen Service, soziale Verantwortung, ehrenamtliches Engagement und moderne Technik – und setzt ein starkes Zeichen für inklusive, effiziente und zukunftsfähige Mobilität in Südwestfalen.

BBK-Weihnachtsfeier 2025

Rückblick auf ein bewegtes Jahr 2026

Im Rahmen der Weihnachtsfeier des Bürgerbus Kreuztal zog Friedhelm Zander eine positive und motivierende Bilanz des Jahres 2026. Das vergangene Jahr war geprägt von zahlreichen gemeinsamen Aktivitäten, intensiven Begegnungen und wichtigen Weichenstellungen für die Zukunft des Bürgerbusses.

Ein besonderer Höhepunkt war die Herbstfahrt in den Harz mit Besuchen in Wernigerode und Goslar sowie einer eindrucksvollen Fahrt mit der historischen Dampfeisenbahn auf den Brocken. Ebenso in guter Erinnerung blieb die Teilnahme an den Feierlichkeiten zum 25-jährigen Bestehen des Bürgerbus Bad Laasphe, die den Austausch und die Verbundenheit der Bürgerbusvereine weiter gestärkt haben.
Traditionell fand auch in diesem Jahr wieder das Bosseln mit anschließendem Reibekuchenessen in Littfeld statt, organisiert gemeinsam mit Henning Müller – ein fester Termin, der Gemeinschaft und Geselligkeit verbindet. Ergänzt wurde das Jahresprogramm durch das Sommerfest, das Söddeschießen in Meiswinkel sowie den gut besuchten Bürgerbus-Infostand auf dem Marktplatz, der viele Gespräche mit Bürgerinnen und Bürgern ermöglichte.
Besonders hervorgehoben wurden auch die konstruktiven Gespräche mit Michael Kolodzig und Philipp Krause, die den Bürgerbus Kreuztal politisch und organisatorisch weiter vorangebracht haben.
Abschließend blickte Friedhelm Zander auf eine zentrale Neuerung: Mit dem neuen Fahrplan für den On-Demand-Verkehr ab 2026 wird der tägliche Einsatz von bisher zwölf auf zehn Stunden angepasst. Diese Änderung sorgt für eine effizientere Organisation und schafft zugleich eine nachhaltige Grundlage für den künftigen Betrieb.


Zum Abschluss der Weihnachtsfeier wurden verdiente Mitglieder für ihr besonderes Engagement geehrt. Ingrid Walder erhielt Anerkennung für die engagierte Organisation und sorgfältige Planung der Harzfahrt, die für viele Teilnehmer ein besonderer Höhepunkt des Jahres war. Ebenso wurden Wolfgang Kirsch und Fritz Rost für ihren langjährigen, zuverlässigen Einsatz als Fahrer  und der Einteilung der Fahrerinnen und Fahrer gewürdigt. Armin Weber wurde für seine Unterstützung bei der Fahrzeugpflege gedankt. Die Ehrungen machten deutlich, dass der Erfolg des Bürgerbus Kreuztal vor allem auf dem persönlichen Engagement und der großen Einsatzbereitschaft seiner Mitglieder beruht.
Der Rückblick machte deutlich: Der Bürgerbus Kreuztal lebt vom Engagement seiner Mitglieder, von starken Partnerschaften und von der gemeinsamen Motivation, auch in Zukunft mobil, flexibel und bürgernah unterwegs zu sein.

Bürgerbus sucht Fahrerinnen/Fahrer

Täglich sind engagierte Fahrerinnen und Fahrer des Bürgerbus Kreuztal rund 10 Stunden ehrenamtlich im Einsatz, um den Bürgerinnen und Bürgern in Kreuztal eine verlässliche und wohnortnahe Mobilität zu bieten. Im Durchschnitt befördern wir 23 Fahrgäste pro Tag – das entspricht fast 500 Fahrgästen im Monat. Diese Zahlen zeigen eindrucksvoll, wie wichtig der Bürgerbus für viele Menschen in unserer Stadt Kreuztal ist.
Zum Jahresende scheiden vier Fahrerinnen und Fahrer aus Altersgründen aus dem aktiven Fahrdienst aus. Um den Fahrbetrieb auch künftig zuverlässig aufrechterhalten zu können, sucht der Bürgerbusverein dringend Verstärkung. Willkommen sind ausdrücklich sowohl Fahrer als auch Fahrerinnen, die Freude am Fahren haben und zwei bis zweieinhalb Stunden pro Woche Zeit mitbringen möchten. Ein gültiger PKW-Führerschein genügt.
Im Rahmen der aktuellen Fahrerwerbung besuchte uns Philipp Krause von der CDU Kreuztal. Gemeinsam wurde eine Bürgerbus-Runde durch Eichen, Krombach und Littfeld gefahren. Während der Fahrt erzählten Fahrgäste, wie wichtig der Bürgerbus für ihre alltäglichen Wege ist – sei es zum Einkaufen, zu Arztbesuchen oder zu anderen Besorgungen. Viele betonten, dass der Weg zur nächsten regulären Haltestelle entlang der Bundesstraße mit Steigungen bergauf und bergab für ältere Menschen, vor allem mit Rollator und Einkaufstaschen, kaum zu bewältigen ist.
Gesteuert wurde der Bürgerbus an diesem Tag von Jutta Walpersdorf, die seit mehreren Jahren als engagierte Fahrerin aktiv ist und sich immer auf ihre Einsätze freut. Ihr Einsatz steht stellvertretend für das große Engagement vieler Ehrenamtlicher, die mit Freude und Herzblut dazu beitragen, dass der Bürgerbus täglich zuverlässig unterwegs ist.
Neben dem Fahrdienst spielt auch der persönliche Kontakt eine wichtige Rolle. Unsere Fahrerinnen und Fahrer helfen beim Ein- und Aussteigen, führen freundliche Gespräche mit den Fahrgästen und tragen so zu einer offenen, wertschätzenden Atmosphäre bei.
Der Bürgerbusverein bietet darüber hinaus ein aktives Vereinsleben mit geselligen Treffen, Bosselrunden, Ausflügen und Besichtigungen interessanter Unternehmen. Wer sich engagiert, wird Teil einer lebendigen Gemeinschaft.
Interessierte Bürgerinnen und Bürger können sich gerne beim Bürgerbus Kreuztal melden – jede neue Fahrerin und jeder neue Fahrer ist herzlich willkommen, gemeinsam mit uns Kreuztal mobil zu halten.

Harzreise – Bürgerbus Kreuztal

Bürgerbus Kreuztal – Harz-Reise

In diesem Jahr führte der Ausflug der Aktiven vom Bürgerbus Kreuztal in den Harz. Auf dem Programm stand zunächst eine spannende Stadtführung durch die Altstadt der Kaiserstadt Goslar.

Ingrid Walder begleitete die Gruppe und erzählte Wissenswertes über die bewegte Geschichte der Stadt. Bei einem Rundgang durch die engen Gassen konnten die Teilnehmer die beeindruckende Fachwerkarchitektur bewundern und viele Details entdecken, die Goslar so einzigartig machen.

Am Nachmittag ging es mit der historischen Brockenbahn weiter in die Harzer Berge. Die Fahrt mit der Dampflok war für alle ein besonderes Erlebnis. Über Drei Annen Hohne bis Schierke boten sich großartige Ausblicke, ehe der Zug weiter hinauf zum Gipfel des Brockens dampfte. Dort erwarteten die Reisenden zwar nur 5 Grad und eine Sichtweite von rund 30 Metern, doch gerade im unteren Teil der Strecke präsentierte sich die Landschaft von ihrer schönsten Seite. Eine kleine Gruppe nutzte den Samstag für einen zusätzlichen Abstecher nach Quedlinburg, wo die imposante Stiftskirche und der Domschatz besichtigt wurden. Anschließend ging es nach Gernrode, wo das Kloster mit dem berühmten Heiligen Grab beeindruckte. Auf der Rückfahrt konnte bei Thale noch die geheimnisvolle Teufelsmauer bestaunt werden.

Am Sonntag stand eine weitere Stadtführung auf dem Programm: Eine erfahrene Stadtführerin zeigte der Gruppe die reizvolle Altstadt von Wernigerode mit ihren farbenfrohen Fachwerkhäusern und dem lebendigen historischen Ambiente. So bot der zweitägige Ausflug in den Harz viele bleibende Eindrücke und machte die Reise für alle Teilnehmer zu einem unvergesslichen Erlebnis.

25 Jahre Bürgerbus Bad Laasphe

Bürgerbus Kreuztal gratuliert zum 25-jährigen Jubiläum in Bad Laasphe

Am 20. September 2025 feierte der Bürgerbus Bad Laasphe sein 25-jähriges Bestehen. Auch der Bürgerbus Kreuztal war bei der großen Jubiläumsfeier vertreten, zu der zahlreiche Gäste und Delegationen anderer Bürgerbusvereine aus der Region zusammenkamen. Vereinsvorsitzender Günter Rothenpieler erinnerte in seiner Begrüßung an ein Vierteljahrhundert voller ehrenamtlichen Einsatzes und dankte den Fahrerinnen und Fahrern für ihr Engagement.

Aktive Bürgerbusfahrerinnen und Fahrer (c) Ingrid Walder

Landrat Andreas Müller hob hervor, dass Bad Laasphe nach Kreuztal die dritte Kommune im Kreis Siegen-Wittgenstein war, die einen Bürgerbus gegründet hat, und machte deutlich, wie wichtig flexible Angebote für die Zukunft sind. Waltraut Schäfer, stellvertretende Landrätin, erinnerte an die Initiative von Achim Walder, der nicht nur Gründungsvorsitzender in Bad Laasphe war, sondern auch seit 27 Jahren den Bürgerbus Kreuztal leitet. Bürgermeister Dirk Terlinden betonte den besonderen Service der Fahrerinnen und Fahrer, die mit Zeit, Verständnis und Unterstützung gerade älteren Menschen Mobilität ermöglichen. Die Vertreterin von Pro Bürgerbus NRW, Gabi Scharpe, wies darauf hin, dass ohne die Bürgerbusvereine viele Menschen im ländlichen Raum auf Angehörige angewiesen wären. Achim Walder stellte die Gastvereine vor und ging auf aktuelle Herausforderungen ein: sinkende Fahrgastzahlen, weniger Aktive und der Bedarf an mehr Haltestellen. Das Jubiläum machte deutlich: Bürgerbusse sind mehr als ein Verkehrsmittel – sie sind ein soziales Bindeglied und ein Symbol für gelebtes Ehrenamt. Der Bürgerbus Kreuztal gratuliert herzlich und freut sich auf viele weitere Jahre guter Zusammenarbeit.

BB-Kreuztal Bosseln 2025

Bosseln mit dem Bürgerbus Kreuztal
gelebte Tradition und Dank für ehrenamtliches Engagement

Das Bosseln mit dem Bürgerbus Kreuztal hat längst Tradition. Auch in diesem Jahr hatte Henning Müller aus Littfeld wieder die Aktiven des Bürgerbus-Vereins eingeladen, um gemeinsam einen geselligen Tag zu verbringen. Die Strecke führte vom Treffpunkt bis zum Schützenvereinhaus und anschließend wieder zurück. Für den sportlichen Spaß wurden zwei Gruppen gebildet. Auf dem Hinweg setzte sich die erste Gruppe knapp durch, während auf dem Rückweg die zweite Gruppe die Nase vorn hatte. Am Ende stand es also unentschieden – oder, noch besser gesagt: Alle waren Gewinner. Schließlich zählt beim Boßeln vor allem die Gemeinschaft, das Lachen und das Miteinander. Nach der Rückkehr wartete bereits Grillmeister Henning mit einer besonderen Stärkung: frisch gebackene Reibekuchen, goldbraun und knusprig, dazu süßes Apfelmus – eine köstliche Belohnung für alle Teilnehmenden. Solche Treffen sind mehr als nur ein nettes Beisammensein. Sie sind ein Ausdruck der Wertschätzung für das, was die Ehrenamtlichen Jahr für Jahr leisten. Rund 3.000 Stunden investieren die Fahrerinnen und Fahrer des Bürgerbus Kreuztal 2025, um Fahrgäste sicher, zuverlässig und freundlich ans Ziel zu bringen – und das völlig unentgeltlich. Diese Zeit entspricht fast zwei vollen Arbeitsjahren einer einzelnen Person. Mit Herzblut, Geduld und einem Lächeln tragen die Ehrenamtlichen dazu bei, dass der Bürgerbus für viele Kreuztalerinnen und Kreuztaler ein Stück Lebensqualität bedeutet – sei es für Einkäufe, Arztbesuche, den Weg zum Sportverein oder einfach für den sozialen Kontakt. Das Boßeln ist damit nicht nur ein geselliges Ereignis, sondern auch ein Symbol für den Zusammenhalt, der den Bürgerbus Kreuztal so besonders macht. (c) Jürgen Klein, BB-Kreuztal

Bürgermeisterkandiat Michael Kolodzig

Bürgermeisterkandiat Michael Kolodzig

Am Donnerstag, 24. Juli 2025, nahm sich Bürgermeisterkandidat Michael Kolodzig Zeit, um sich über die Arbeit des Bürgerbus Kreuztal zu informieren. Er begann seinen Besuch mit einer Mitfahrt im Bürgerbus und erlebte eine komplette Runde als Fahrgast. Dabei lernte er nicht nur den Streckenverlauf durch die Kreuztaler Ortsteile kennen, sondern kam auch mit Fahrgästen ins Gespräch, die ihm von ihren alltäglichen Wegen und den Vorteilen des Bürgerbusses berichteten. Besonders hob Kolodzig hervor, wie wichtig dieses Angebot für ältere Menschen, mobilitätseingeschränkte Fahrgäste und Bürgerinnen und Bürger ohne eigenes Auto ist. Im Anschluss traf sich Kolodzig im Eiscafé Ajeti auf dem Kreuztaler Marktplatz mit ehrenamtlichen Fahrerinnen und Fahrern des Bürgerbusvereins. Bei Kaffee und Eis informierte er sich über die Organisation des Fahrbetriebs, die Herausforderungen im Alltag und die Wünsche der Ehrenamtlichen an die Stadt. Vereinsvertreter schilderten ihm, wie aufwendig der tägliche Betrieb ist und dass ohne den ehrenamtlichen Einsatz von aktuell 22 Fahrerinnen und Fahrern kein Bürgerbusangebot möglich wäre. Mit rund 230 Einsatztagen pro Jahr und einer täglichen Einsatzzeit von etwa zehn Stunden leistet der Bürgerbus Kreuztal einen wichtigen Beitrag zur örtlichen Nahmobilität. Kolodzig zeigte sich beeindruckt von der 26-jährigen Erfolgsgeschichte des Bürgerbus Kreuztal und lobte das Engagement der Ehrenamtlichen, die seit vielen Jahren zuverlässig dafür sorgen, dass Bürgerinnen und Bürger aus allen Stadtteilen sicher und unkompliziert ihre Ziele erreichen. Er betonte, dass der Bürgerbus Kreuztal ein Beispiel dafür sei, wie bürgerschaftliches Engagement die Lebensqualität in einer Stadt verbessern kann. Gleichzeitig sagte er zu, sich im Rahmen der Kommunalpolitik dafür einzusetzen, dass die Arbeit des Bürgerbusvereins weiterhin unterstützt wird – sei es durch organisatorische Hilfen, Öffentlichkeitsarbeit oder die Sicherung der finanziellen Rahmenbedingungen. Für den Bürgerbus Kreuztal ist der Austausch mit politischen Entscheidungsträgern von großer Bedeutung. „Nur wenn Politik und Verwaltung wissen, vor welchen praktischen Herausforderungen wir stehen, können gemeinsam Lösungen gefunden werden“, betonten die anwesenden Fahrerinnen und Fahrer. Das Treffen mit Michael Kolodzig wurde daher als wichtiges Signal gewertet, dass die Arbeit des Vereins auch in Zukunft als unverzichtbarer Bestandteil des Kreuztaler Nahverkehrs wahrgenommen wird.

BBK-Sommerfest 2025

Bürgerbus Kreuztal – Sommerfest 2025

Das diesjährige Sommerfest des Bürgerbus Kreuztal fand 2025 im Hotel Merijes in Kreuztal-Kredenbach statt und bot den rund 20 anwesenden Vereinsmitgliedern eine willkommene Gelegenheit zum Austausch und zur Würdigung des ehrenamtlichen Engagements. Die Veranstaltung war als Dankeschön für den unermüdlichen Einsatz der Fahrerinnen und Fahrer organisiert worden, die das ganze Jahr über den zuverlässigen Betrieb des Bürgerbusses gewährleisten. Am Nachmittag begann das Fest in geselliger Atmosphäre mit Kaffee und einer reichhaltigen Auswahl an Kuchen. Dabei nutzten die Mitglieder die Möglichkeit, sich über die Erlebnisse des vergangenen Jahres auszutauschen, besondere Fahrgasterlebnisse zu schildern und Anregungen für den täglichen Betrieb zu besprechen. Viele berichteten von persönlichen Begegnungen mit Fahrgästen, die den Bürgerbus schätzen und häufig dankbar sind für dieses besondere Mobilitätsangebot. Am Abend stand ein gemeinsames Essen im Mittelpunkt, das in entspannter Runde stattfand und viel Gelegenheit zu Gesprächen bot. Vorsitzender Achim Walder nutzte die Gelegenheit, allen Fahrerinnen und Fahrern für ihren unermüdlichen Einsatz zu danken. Mit aktuell 22 ehrenamtlichen Fahrerinnen und Fahrern, die an rund 230 Einsatztagen pro Jahr täglich etwa zehn Stunden im Einsatz sind, ist der Bürgerbus Kreuztal ein unverzichtbarer Bestandteil der Nahmobilität in der Stadt. Walder betonte, dass dieses Angebot ohne das freiwillige Engagement nicht denkbar wäre und ein wichtiges Zeichen für gelebtes bürgerschaftliches Miteinander setze. Das Sommerfest machte erneut deutlich, wie sehr der Zusammenhalt und die gegenseitige Unterstützung im Verein zum Gelingen des Projekts beitragen. In persönlichen Gesprächen wurden nicht nur organisatorische Themen angesprochen, sondern auch Ideen für zukünftige Verbesserungen gesammelt. Der gesellige Abend endete in fröhlicher Stimmung und bestärkte alle Anwesenden darin, auch weiterhin mit großem Engagement für den Bürgerbus Kreuztal aktiv zu sein.

Bürgerbusse profitieren von mehr Flexibilität

Bus-Nahverkehrsplan 2025+ beschlossen – Bürgerbusse profitieren von mehr Flexibilität und neuer rechtlicher Grundlage

Der Kreis Siegen-Wittgenstein hat einen zukunftsweisenden Schritt im Bereich der öffentlichen Mobilität getan: Der neue Nahverkehrsplan (NVP) 2025+ wurde beschlossen – mit besonderem Augenmerk auf die Integration und Stärkung der Bürgerbusse im ländlichen Raum. Damit reagiert der Kreis auf die tiefgreifenden Veränderungen in der Alltagsmobilität vieler Menschen, insbesondere älterer und in ihrer Mobilität eingeschränkter Bürgerinnen und Bürger.
Die Anforderungen an den Bürgerbusverkehr haben sich in den vergangenen 26 Jahren spürbar gewandelt. Während früher vor allem die Erreichbarkeit kleinerer Läden, Bäcker oder Apotheken in den Ortsteilen im Mittelpunkt stand, konzentriert sich der Bedarf heute zunehmend auf zentrale Versorgungsbereiche in der Kreuztaler Innenstadt. Viele wohnortnahe Einkaufsmöglichkeiten sind in den vergangenen Jahrzehnten verschwunden. Die medizinische Versorgung ist ebenfalls stärker auf zentrale Standorte konzentriert worden.
„Deshalb war es unser Ziel, auch die Wohngebiete besser anzubinden, die bislang außerhalb des bestehenden Liniennetzes lagen“, erklärt Achim Walder, seit 27 Jahren Vorsitzender des Bürgerbus Kreuztal. Gerade für Menschen mit eingeschränkter Mobilität bedeute ein weiter Weg zur Haltestelle – oft bergauf oder über unbefestigte Wege – eine erhebliche Hürde. Hier bringe der neue Nahverkehrsplan nun konkrete Verbesserungen.
Der NVP 2025+ enthält erstmals eine speziell auf den Bürgerbusbetrieb zugeschnittene rechtliche Formulierung. Damit wird eine langjährige Forderung aus der Praxis umgesetzt: Die Bürgerbusse erhalten mehr Flexibilität, um Streckenverläufe und Haltepunkte besser an die tatsächlichen Bedürfnisse der Bevölkerung anzupassen. Dies betrifft vor allem Wohnbereiche, in denen bislang keine regulären Haltestellen eingerichtet werden konnten.
Die Umsetzung erfolgt in enger Zusammenarbeit mit den Verkehrsbetrieben Westfalen Süd (VWS), dem Zweckverband Personennahverkehr Westfalen-Süd, der Bezirksregierung Arnsberg sowie dem Landrat des Kreises Siegen-Wittgenstein, Andreas Müller. Müller kennt den Bürgerbus Kreuztal nicht nur aus politischen Gesprächen – er hat sogar selbst schon am Steuer des Kleinbusses gesessen und die Strecke über den Kreuztaler Marktplatz gefahren. Diese enge Verbindung und das praktische Verständnis auf Verwaltungsebene haben maßgeblich dazu beigetragen, dass die Bedürfnisse der ehrenamtlichen Fahrerinnen und Fahrer, aber vor allem der Fahrgäste, nun systematisch berücksichtigt werden.
„Das ist ein großer Schritt für den langfristigen Erhalt und die Weiterentwicklung der Bürgerbusse in unserer Region“, so Achim Walder. Die Bürgerbusse seien längst ein unverzichtbarer Bestandteil des öffentlichen Nahverkehrs, vor allem in Gebieten, in denen reguläre Buslinien wirtschaftlich nicht tragfähig sind. Die Kombination aus ehrenamtlichem Engagement, niedrigschwelligem Zugang und individueller Nähe mache den Bürgerbus zu einem Erfolgsmodell – auch weit über die Grenzen von Kreuztal hinaus.
Ein besonderes Augenmerk liegt auch auf der künftigen Koexistenz mit digitalen Verkehrsangeboten. Ab 2029 sollen in der Region erste On-Demand-Taxis den Betrieb aufnehmen. Der neue Nahverkehrsplan ermöglicht es, Bürgerbus und On-Demand-Systeme parallel und ergänzend zu betreiben. Damit wird deutlich: Der Nahverkehr in Siegen-Wittgenstein denkt Zukunft nicht gegen, sondern mit dem Bürgerbus.
Schon jetzt zeigt sich die positive Entwicklung: Die letzte Fahrplanänderung im April brachte dem Bürgerbus Kreuztal einen Fahrgastzuwachs von rund zehn Prozent. Das Ehrenamt hinter dem Steuer wird gut angenommen, dennoch bleiben Herausforderungen: Viele Haltestellen sind für mobilitätseingeschränkte Personen nur schwer zu erreichen. Für Menschen mit Rollator oder gesundheitlichen Einschränkungen sind steile Wege oder unbefestigte Zugänge eine reale Barriere. „Diese Fahrgäste warten oft seit Jahren auf eine bessere Anbindung an erreichbare Haltepunkte“, betont Walder. Genau hier soll der neue Plan ansetzen – mit pragmatischen Lösungen und einem offenen Ohr für die konkrete Lebensrealität der Menschen vor Ort.
Mit dem NVP 2025+ zeigt der Kreis Siegen-Wittgenstein, dass moderne Verkehrsplanung mehr sein kann als Liniennetz und Fahrplan – nämlich ein Instrument, um soziale Teilhabe, Daseinsvorsorge und ehrenamtliches Engagement wirksam zu unterstützen.